Frühling für gute Vorsätze – Wie du deine Ziele auffrischen und umsetzen kannst

Wie steht es im März um deine Vorsätze, die du dir am Jahresanfang gesetzt hast? Sind davon auch viele im Alltagsstress verpufft oder in Vergessenheit geraten? Du könntest eine Auffrischung gebrauchen, damit du deine Ziele noch einmal durchdenkst und jetzt zum Frühling noch einmal durchstartest? Hier findest du die wichtigsten Fakten, um in eine neue Umsetzung zu kommen und deine guten Vorsätze frisch anzugehen.

Die Macht der Veränderung

Um Veränderung zu bewirken, ist unser bewusstes Denken kein so wirksamer Hebel, wie wir häufig annehmen. Viel zu häufig hindert uns die Ratio, wirklich durchzustarten. Denn

  • 95 % aller Entscheidungen erreichen das Bewusstsein gar nicht,
  • 70 % der täglichen Gedanken sind gleich zu denen des Vortags,
  • 40 % unseres Verhaltens wird täglich wiederholt.

Um uns also wirklich nachhaltig zu verändern, ist es nötig, unser Unterbewusstsein in die richtigen Bahnen zu lenken. Doch dabei macht uns die Software unseres Gehirns das Leben ganz schön schwer. Warum und wieso, das wird durch folgende Erkenntnisse, die wir im Remote-Circle mit Dr. Markus Ramming gewinnen konnten, sichtbar.

Unser Gehirn will keine Ziele erreichen

Unser Gehirn ist prinzipiell nicht darauf ausgelegt Ziele zu erreichen, sondern schlicht darauf, zu überleben. Alles was unser Überleben sichert, läuft automatisch, alles andere sieht das Gehirn als überflüssigen Energieaufwand. Der Trick besteht also darin, unser Unterbewusstsein in unserem Sinne zu trainieren. Denn wenn die Veränderungen die wir erreichen wollen als neuronale Verknüpfung in unserem unbewussten Gehirn existiert, dann sieht das Gehirn in dieser Verhaltensweise quasi ein „Energiespar-Potenzial“ und lässt sie automatisch ablaufen.

Kurzfristiger Lustgewinn schlägt langfristige Ziele

Wenn wir die Wahl haben zwischen Schokolade oder Sport, dann entscheidet sich unser Gehirn für die Schokolade. Das liegt daran, weil es primär Lustgewinn anstrebt und diesen durch den Schokoladen-Dopamin-Kick unmittelbar erhalten kann, durch den Sport aber nicht. Der Sport liefert uns zwar langfristige Vorteile, aber das weiß unser Gehirn nicht. Glücklicherweise sind wir unserem Gehirn nicht hilflos ausgeliefert, sondern als hoch entwickelte Wesen in der Lage, unser Verhalten selbst zu reflektieren. Es gilt also bewusst zu beobachten, wann wir in die „Lustfalle“ zu tappen drohen und uns dann ebenfalls bewusst für eine andere Verhaltensweise zu entscheiden.

Unser Gehirn strebt primär den Lustgewinn an. Quelle: pexels.com/@kaboompics/

Unser Gehirn lebt in seiner Komfortzone

Wie oben bereits erwähnt, wird unser Gehirn aus evolutionsbedingten Gründen standardmäßig im Energiesparmodus geliefert. Das ist besonders tricky, weil es uns in einem sicheren Rahmen agieren lässt. Was sicher ist, das läuft automatisch und fühlt sich für uns gut an. Ganz einfach, weil sich Überleben gut anfühlt. Für alle Aktivitäten außerhalb der Komfortzone kann sich unser Gehirn daher wenig begeistern. Und dazu gehören eben auch Veränderungen. Allerdings finden neue Erfahrungen, Lernen und Glück, also alles was unser Leben so lebenswert macht, außerhalb unserer Komfortzone statt. Darum gilt es Lebensqualität dem Unterbewusstsein quasi zur Gewohnheit zu machen.

Der Weg zum Erfolg – Bewusstsein und positive Routinen schaffen

Hierzu ein Zitat aus dem Vortrag von Markus Ramming:

„Du wirst dein Leben niemals verändern, solange du nicht etwas veränderst, dass du täglich tust. Der Schlüssel zum Erfolg liegt in deiner täglichen Routine.“

Es ist uns also nicht möglich, durch bloßes Denken unser Verhalten zu verändern. Doch bloßes Denken ist der Anfang davon, unser Verhalten zu verändern. Indem wir uns unsere neuen Verhaltensweisen vornehmen, darüber nachdenken und sie uns lebhaft vorstellen, werden bereits erste neue neuronale Verknüpfungen in unserem Gehirn gebildet. Und diese sind wie Feldwege, je öfter sie befahren werden, desto tiefer werden die Spurrinnen und desto weniger Energie wird benötigt, sie abzurufen. 

Training ist der Schlüssel zum Erfolg. Quelle: pexels-ron-lach
Neue neuronale Verknüpfungen im Gehirn bilden. Quelle: pexels.com/@shvets-production/

Dabei unterstützen können dich Maßnahmen wie:

  • Visualisieren: So stellst du dir schon im Vorfeld vor, was du fühlst, spürst oder erlebst, wenn du ein Ziel erreichst. 
  • Aufschreiben: So sortierst du deine Gedanken und bringst sie in eine Struktur.
  • Umsetzung mit anderen Zusammen: So schaffst du eine positive Interdependenz und verpflichtest dich anderen gegenüber. 
  • Öffentliche Kundgebung deiner Vorhaben: So baust du (positiven) Druck auf und motivierst dich, die Ziele zu verfolgen.
  • Umsetzung möglichst leicht machen: So kannst du eventuelle Hürden schon im Vorfeld abbauen z.B. schon in Laufklamotten schlafen gehen.
  • Positive Formulierung: Achte darauf, dass deine Vorsätze positiv formuliert sind und vermeide negative Gedanken für das Erreichen deiner Ziele. 

und dann: Wiederholung, Wiederholung, Wiederholung!

Auch wenn du dir schon ein bisschen merkwürdig dabei vorkommst: Wiederhole deine Vorhaben so lange bis dein neues Verhalten zu einer unbewussten Routine geworden ist.

Mentales Training ist der Schlüssel für die Umsetzung deiner Vorsätze

Gute Vorsätze in die Tat umzusetzen, ist harte mentale Arbeit! Und es ist eine Arbeit, die trainiert werden muss. Hole dir Unterstützung, schreibe dir deine Vorsätze auf und denke so häufig wie du nur kannst daran, deine Vorsätze auch umzusetzen. Deine Vorstellungskraft wird dich nicht nur zusätzlich motivieren, sondern hilft deinem Hirn aktiv dabei, die Synapsen zu befeuern, damit du deine Vorsätze auch wirklich in die Tat umsetzen kannst!

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