Dress to depress… wie soll man es sonst nennen, was in vielen Unternehmen gängige Praxis ist? Anzug ist für die Mitarbeiter Pflicht. Dazu gehört natürlich die Krawatte. Gelegentlich kann diese aber am Freitag weggelassen werden, sofern kein Kundentermin angesetzt ist.

Das perfekte Beispiel ist wohl der Kundenberater in der örtlichen Bankfiliale. Egal bei welchem Wetter, selbst bei 35°C im Schatten, wird man von einem Herrn in Anzug und zugeknöpften Hemd, mit Krawatte in Corporate Identity Farben begrüßt.

Ich habe Verständnis dafür, dass es Unternehmen und Bereiche gibt, in denen ein solcher Dresscode herrscht. Für mich wäre das aber ein absolutes NoGo! Ich könnte mir kaum etwas schlimmeres vorstellen, als von einem Unternehmen in Bezug auf mein Outfit bevormundet zu werden. Für mich wiegt eine solche Art der Bevormundung sogar noch schwerer, als langweilige und uninspirierende Aufgaben.

Eine Bankfiliale ist schon ein sehr hartes Beispiel. Doch gibt es auch viele andere Unternehmen, in denen ein solcher Dresscode herrscht. Nicht umsonst wurde vor ein paar Monaten amüsiert darüber berichtet, dass ein Automobilkonzern aus Stuttgart die Krawattenpflicht aufgehoben hat. Sogar der Vorstandsvorsitzende zeigt sich seitdem vermehrt in Jeans und Sneakern.

Doch wird es für viele Unternehmen nicht ausreichen, die Krawattenpflicht aufzuheben. In diesen Unternehmen muss sehr viel mehr passieren, um talentierte Arbeitnehmer zu gewinnen und zu binden.

Viel Glück liebe Unternehmen!

Über den Autor

Dennis Schenkel ist Unternehmer und Berater mit Fokus auf New Work, Innovation und digitale Transformation. Seit 2013 zählt er zu den führenden Köpfen bei Themen wie Crowdsourcing, Open Innovation und neue Arbeitsmodelle. Dennis fühlt sich in der gegenwärtigen Arbeitswelt selber deplatziert und setzt sich seit 2017 als Initiator von Digital Misfits für ein besseres Verständnis von digitalen Talente und in der Arbeitswelt ein.

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