Purpose statt Produkt als Kern des Unternehmens verstehen

Unternehmen die sich durch ihre Produkte definieren, haben es schon gegenwärtig schwer gutes Personal zu finden. Besonders im Kontext der Digitalisierung sind die klugen Köpfe schwer zu finden, wenn Features und Leistungsmerkmale der einzige Inhalt eines Unternehmens sind.

Als Mitarbeiter will ich mich und meine Arbeit nicht einfach einem simplen Produkt verschreiben. Einem Produkt, an dem jeder andere Mitarbeiter meine Aufgabe genauso gut machen kann, wie ich es kann. Als Digital Misfit und als digitales Talent ist es mir besonders wichtig, dass ich meine Arbeit einem tieferen Sinn stifte. Dass ich einem größeren Ganzen diene, dass nicht nur mir hilft, sondern noch vielen anderen Menschen.

Unternehmen die den Purpose als das wichtigste Element der Organisation verstehen, werden keine Probleme haben, gute Mitarbeiter zu finden. Menschen die von mehr angetrieben werden, als dem Gehaltscheck und der Aussicht auf den Ruhestand.

Das Produkt ist in einem solchen Purpose-getriebenen Unternehmen nur Nebensache. Das primäre Ziel ist es, dem Purpose zu dienen und die Angebote ergeben sich aus dem tieferen Zweck als Nebensache.

Ein gerne genommenes Beispiel ist das Unternehmen Apple zu seinen Glanzzeiten. Apple wollte anders sein und dies zeigen. Es wollte für die Rebellen und die Querdenker da sein. Für jene, die sich in kein Schema pressen lassen und anders denken. Mit diesem Ziel vor Augen sind die Produkte nahezu nebensächlich gewesen. Es war nebensächlich, ob das Produkt ein Computer, ein MP3-Player oder ein Mobiltelefon ist.

Viel mehr Unternehmen sollten ihren eigentlichen Zweck (wieder)finden und diesen als ihren Kern verstehen. Produkte sollten zur Nebensache werden und die Menschen, die denselben Purpose verfolgen, müssen zur Hauptsache werden. Wenn sich die richtigen Menschen finden, die alle demselben höheren Sinn dienen, werden auch erfolgreiche Produkte entstehen. Und mit einem höheren Sinn ist es sehr viel einfacher, die richtigen Menschen zu finden.

Dennis Schenkel
Seit 2012 befasst sich Dennis Schenkel mit dem Aufbau von Communities und wie diese Einfluss auf die Arbeitswelt und Gesellschaft haben. Bei seinen verschiedenen Lebensstationen als Startup-Gründer, Unternehmensberater, Freiberufler und Veranstalter hatten Communities, Digitalisierung und gesellschaftliche Themen stets eine besonders wichtige Rolle inne. In der gegenwärtigen Arbeitswelt hat sich Dennis jedoch stets fehl am Platz gefühlt. Seit 2017 setzt er daher seine Erfahrungen und Kenntnisse als Initiator der Community Digital Misfits ein, um Status-Quo-Hinterfragende eine Plattform zu bieten, um von und miteinander zu lernen und um Talent in der digitalen Welt neu zu definieren. Eine Plattform, um Unternehmen die Chance zu bieten, ein besseres Verständnis für digitale Talente und deren Bedeutung für einen erfolgreichen Wandel zu entwickeln.

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