Unternehmen die sich durch ihre Produkte definieren, haben es schon gegenwärtig schwer gutes Personal zu finden. Besonders im Kontext der Digitalisierung sind die klugen Köpfe schwer zu finden, wenn Features und Leistungsmerkmale der einzige Inhalt eines Unternehmens sind.

Als Mitarbeiter will ich mich und meine Arbeit nicht einfach einem simplen Produkt verschreiben. Einem Produkt, an dem jeder andere Mitarbeiter meine Aufgabe genauso gut machen kann, wie ich es kann. Als Digital Misfit und als digitales Talent ist es mir besonders wichtig, dass ich meine Arbeit einem tieferen Sinn stifte. Dass ich einem größeren Ganzen diene, dass nicht nur mir hilft, sondern noch vielen anderen Menschen.

Unternehmen die den Purpose als das wichtigste Element der Organisation verstehen, werden keine Probleme haben, gute Mitarbeiter zu finden. Menschen die von mehr angetrieben werden, als dem Gehaltscheck und der Aussicht auf den Ruhestand.

Das Produkt ist in einem solchen Purpose-getriebenen Unternehmen nur Nebensache. Das primäre Ziel ist es, dem Purpose zu dienen und die Angebote ergeben sich aus dem tieferen Zweck als Nebensache.

Ein gerne genommenes Beispiel ist das Unternehmen Apple zu seinen Glanzzeiten. Apple wollte anders sein und dies zeigen. Es wollte für die Rebellen und die Querdenker da sein. Für jene, die sich in kein Schema pressen lassen und anders denken. Mit diesem Ziel vor Augen sind die Produkte nahezu nebensächlich gewesen. Es war nebensächlich, ob das Produkt ein Computer, ein MP3-Player oder ein Mobiltelefon ist.

Viel mehr Unternehmen sollten ihren eigentlichen Zweck (wieder)finden und diesen als ihren Kern verstehen. Produkte sollten zur Nebensache werden und die Menschen, die denselben Purpose verfolgen, müssen zur Hauptsache werden. Wenn sich die richtigen Menschen finden, die alle demselben höheren Sinn dienen, werden auch erfolgreiche Produkte entstehen. Und mit einem höheren Sinn ist es sehr viel einfacher, die richtigen Menschen zu finden.

 

Über den Autor

Dennis Schenkel ist Unternehmer und Berater mit Fokus auf New Work, Innovation und digitale Transformation. Seit 2013 zählt er zu den führenden Köpfen bei Themen wie Crowdsourcing, Open Innovation und neue Arbeitsmodelle. Dennis fühlt sich in der gegenwärtigen Arbeitswelt selber deplatziert und setzt sich seit 2017 als Initiator von Digital Misfits für ein besseres Verständnis von digitalen Talente und in der Arbeitswelt ein.

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